
Am Samstag, 25.9.2021 haben wir das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal um den Namen von Dionys Berger aus Irschen erweitert. Dionys Berger wurde gemeinsam mit Martin Nagele, Dionys und Anna Simoner im Jänner 1940 von Beamten der Gestapostelle Lienz wegen Abhören von verbotenen Radiosendern festgenommen. Alle vier wurden vom Sondergericht Klagenfurt zu langen Zuchthausstrafen verurteilt. Dionys Berger überlebte die schwere Zwangsarbeit in Steinbrüchen und Moor, wurde dann zur Wehrmacht eingezogen und fiel 1944 an der Front in Russland.
Die Töchter von Dionys Berger, Ria Saringer und Irma Elleberger, nahmen mit weiteren Angehörigen an der Gedenkfeier teil und sprachen über ihren Vater, Großvater und Urgroßvaer. Karin Dullnig und Hannah Pichler, Schülerinnen der HLW Spittal, berichteten in einer Lesung über die Verfolgung der Irschner Radiohörer*in. Die Gedenkrede hielt Daniel Wutti von der Pädagogischen Hochschule Kärnten.
Thema der Reden waren die Methoden der NS-Propaganda, die gesellschaftlich negativen Potentiale heutiger sozialer Medien hinsichtlich der Rückspiegelung von eigenen Vorurteilen als "freie Meinung", die Produktion von Angst- und Bedrohungsgefühlen gegenüber "Unzugehörigen" in der gegenwärtigen politischen Kommunikation von Regierungs- und Oppositionspolitikern. Unter den BesucherInnen waren die Bürgermeister von Greifenburg Sepp Brandner, der Bürgermeister von Irschen Manfred Dullnig und der Bürgermeister von Dellach Johannes Pirker.
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Programm | PDF
Samstag, 25. September 2021, 17 Uhr
Erweiterung des Denkmals um Dionys Berger aus Irschen
Begrüßung: Bgm. Sepp Brandner und Peter Pirker (Verein aegide)
Szenische Lesung zu Dionys Berger, Martin Nagele, Dionys und Anna Simoner von SchülerInnen der HLW Spittal/Drau
Rede: MMag. Dr. Daniel Wutti (Pädagogische Hochschule Kärnten)
Christoph Hofer spielt am Akkordeon.
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