Der Kulturverein kuland ist am 15. Juni 2015 im Bundeskanzleramt in Wien für sein Forschungs- und Erinnerungsprojekt „Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung. Die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal“ mit dem Hans-Maršálek-Preis (2. Platz) ausgezeichnet worden. Das Mauthausen Komitee Österreich vergab den Preis für „herausragende Leistungen im Bereich der Gedenk-, Erinnerungs- und Bewusstseinsarbeit“ erstmals.
Der Preis ist nach dem Widerstandskämpfer, KZ-Häftling und langjährigen Obmann der Lagergemeinschaft Mauthausen, Hans Maršálek, benannt. Bundeskanzler Werner Faymann überreichte die Auszeichnung an den Projektverantwortlichen Peter Pirker und Hans-Peter Profunser, der das Denkmal für die NS-Opfer in Greifenburg geschaffen hat.

Neben dem Bundeskanzler sprachen unter anderen der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich, Willi Mernyi und Altbischof Dr. h.c. Maximilian Aichern. Die Laudatio auf das kuland-Projekt hielt die Vorsitzende der Bundesjugendvertretung Laura Schoch.
Kuland teilte sich den 2. Platz mit einem weiteren Kärntner Gedenkprojekt. Der Verein Peršman wurde für die Neugestaltung des Museums am Peršmanhof in Bad Eisenkappel gewürdigt, das die Verfolgung und den Widerstand der Kärntner SlowenInnen dokumentiert. Den 1. Platz sprach die Jury der Ausstellung „Stollen der Erinnerung“ in Steyr zu.