Mehr als 120 BesucherInnen kamen am Samstag, 12. Mai 2018, zur Erinnerung an den März 1938 im Oberen Drautal, wo es in Greifenburg zu schweren Ausschreitungen der Nationalsozialisten gegen politische Gegner kam. Wir bedanken uns bei Bgm. Josef Brandner und LAbg. Alfred Tiefnig für ihre Grußworte Gernot Nischelwitzer und Paul Hassler für Ihre Beiträge, den SchülerInnen der HLW Spittal/Drau für die Szenische Lesung und Otto Lechner für die besondere musikalische Gestaltung.
Danke an alle, die mitgeholfen haben sowie allen, die mit Spenden unsere Arbeit unterstützen.

Bgm. Josef Brandner bekannte sich dazu, die Geschichte aufzuarbeiten.

LAbg. Alfred Tiefnig überbrachte Grußworte von LH Peter Kaiser.

Gernot Nischelwitzer sprach über seinen Vater Josef Nischelwitzer, geboren in Dellach im Drautal, den das NS-Regime im April 1938 mit dem ersten Häftlingstransport in das KZ Dachau deportierte.

Paul Hassler, aufgewachsen in Greifenburg, erlebte als 5-jähriges Kind die Verhaftung und Demütigung seines Vaters auf dem Marktplatz mit.

Schülerinnen der HLW Spittal lasen aus Zeugenaussagen und Berichten über die Ausschreitungen in Greifenburg im März 1938.

Otto Lechner spielte auf dem Akkordeon und rezitierte Franz Kafka.
Einladung zur Erinnerung

Zwischen 11. März und 9. April 1938 war Greifenburg Schauplatz der schwersten Ausschreitungen von NationalsozialistInnen gegen politische GegnerInnen in Kärnten.
Beiträge von Bgm. Josef Brandner, Dkfm. Dr. Paul Hassler, Gernot Nischelwitzer, Peter Pirker
Szenische Lesung: SchülerInnen der HLW Spittal/Drau
Musik: Otto Lechner (Akkordeon)

Samstag, 12. Mai 2018, 17 Uhr
Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus, Greifenburg, Nähe Bahnhof
Viel Andrang gab es am Mittwoch, 25. Oktober, im Atelier von Hans-Peter Profunser in Berg im Drautal: 150 BesucherInnen folgten unserer Einladung zu einer Lesung mit der Schriftstellerin Maja Haderlap. Die Autorin las aus ihrem preisgekrönten Roman "Engel des Vergessens", der den Widerstand der Kärntner SlowenInnen gegen den Nationalsozialismus thematisiert. Starken Eindruck hinterließen auch ihre Gedichte aus dem Lyrik-Band "langer transit".
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Mit den Einnahmen erhalten wir die Gedenkstätte für die NS-Opfer im Oberen Drautal in Greifenburg. Maja Haderlap freute sich mit uns über die vielen BesucherInnen. Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von Improvisationen des Saxofonisten Hannes Kawrza.

Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben und gekommen sind.
Fotos: Richard Krämmer
Maja Haderlap, geb. in Eisenkappel/Železna Kapla, zählt zu den bedeutendsten österreichischen AutorInnen der Gegenwart.
In Berg wird sie im neuen Atelier des Bildhauers Hans-Peter Profunser aus ihrem Gedichtband „langer transit“ und aus ihrem preisgekrönten Roman „Engel des Vergessens“ lesen, der die Geschichte ihrer Familie und den Widerstand der Kärntner SlowenInnen während der NS-Zeit thematisiert.
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Beginn: 20 Uhr
Atelier Hans-Peter Profunser, Berg im Drautal (Gewerbegebiet an der B100)
Zeit: Sonntag, 22. Oktober 2017, 15.00 Uhr
Ort: Weissensee Haus, Techendorf
Das Theater Wolkenflug aus Klagenfurt zu Gast am Weissensee mit Werner Koflkers Stück "Tanzcafe Treblinka" in einer Inszenierung von Ute Liepold.
Werner Kofler erinnerte mit diesem Stück an den Kärntner SS-Führer Odilo Globocnik, der den Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden in den Vernichtungslagern Treblinka, Sobibor und Belzec organisierte, und seinen Adjutanten Ernst Lerch. Globocnik und Lerch versteckten sich bis zu ihrer Festnahme Ende Mai 1945 durch die Briten auf einer Alm am Weissensee. Von den österreichischen Justizbehörden unbehelligt, betrieb Ernst Lerch in Klagenfurt bis in die 1970er Jahre das Tanzcafe Lerch, wo Udo Jürgens Klavier spielte und unsere Eltern tanzen lernten.
Veranstalter: AK Weissensee